Über uns

Die Alliance Rouge setzt sich für die Etablierung von Patient Blood Management (PBM) als Qualitätskriterium im Schweizer Gesundheitswesen ein. Dieses von der WHO geförderte Konzept bietet angesichts der laufenden Diskussionen um Einsparmöglichkeiten im Gesundheitswesen eine einmalige Chance, die Patientensicherheit zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten für die Allgemeinheit zu senken.

Die Alliance Rouge ist als offene Interessensgemeinschaft organisiert, die alle betroffenen Bereiche im Schweizer Gesundheitswesen vertritt und ihre Aktivitäten über Mitgliederbeiträge finanziert.

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Einführung Patient Blood Management – Kurzanleitung für Spitäler

Struktur und Leitung

Die Alliance Rouge steht prinzipiell allen interessierten Organisationen offen. Sämtliche Aktivitäten werden über Mitgliederbeiträge finanziert, von einem wissenschaftlichen Beirat hinsichtlich ihres Beitrags zur Zielerreichung überprüft und vom Vorstand freigegeben.

Prof. Dr. Donat R. Spahn

Präsident Alliance Rouge

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Dr. oec. Balz Ryf

Vizepräsident Alliance Rouge

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PD Dr. med. Behrouz Mansouri Taleghani, Hämatologie

Präsident wissenschaftlicher Beirat

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PD Dr. med. Lars Asmis, Hämatologie

Mitglied wissenschaftlicher Beirat

Prof. Dr. med. Thorsten Haas, Anästhesie

Mitglied wissenschaftlicher Beirat

Dr. med. Anja Merhof Felix, Anästhesie

Mitglied wissenschaftlicher Beirat

Mitglieder

Die Alliance Rouge wurde im November 2018 lanciert und fokussiert auf Mitglieder aus den folgenden Bereichen: Ärzteschaft und Spitäler, Wissenschaftler, Pharma und Medizinaltechnik, Patienten- und Konsumentenschutz, Krankenversicherungen, Vertreter der Schweizer Gesundheitspolitik.

Sollten Sie ebenfalls Interesse an einer Mitgliedschaft haben, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Förderprojekte

Gerne unterstützen wir Projekte, die mit unserer Vision übereinstimmen und die Implementierung von Patient Blood Management in der Schweiz fördern. Projekte können in der Forschung der Praxis, der Informatik oder der Medizin angesiedelt sein. Die Unterstützung von Klinischen Studien ist jedoch nicht möglich.

Nehmen Sie bei Interesse mit uns Kontakt auf. Wir beraten Sie gerne bei den weiteren praktischen Schritten der Projekteingabe.

Projekte der Alliance Rouge

FAQ

Fragen und Antworten zur Alliance Rouge

  • Wofür braucht es die Alliance Rouge überhaupt?

    Die Alliance Rouge soll die bereits begonnenen Projekte im Bereich Patient Blood Management bis zu ihrer Realisierung unterstützen und gleichzeitig all jene Akteure im Gesundheitswesen für das Thema begeistern, die sich bis anhin noch nicht damit auseinandergesetzt haben. Wenn wir dazu beitragen können, dass Patienten und Gesundheitswesen rascher von den Vorteilen des Patient Blood Managements profitieren können, hat die Alliance Rouge ein wichtiges Ziel erreicht.

  • Welche wirtschaftlichen Interessen stehen hinter der Alliance Rouge?

    Letztendlich wird das gesamte Gesundheitswesen von der flächendeckenden Einführung von Patient Blood Management profitieren, deshalb entrichten auch alle Mitglieder der Alliance Rouge einen Beitrag.

    Die Anschubfinanzierung wurde von Industriepartnern geleistet, die Produkte herstellen bzw. vertreiben, welche bei der Implementierung von PBM-Massnahmen zum Einsatz kommen (z. B. Laborprodukte, Therapien gegen Eisenmangel, Plasma-Präparate). Grundsätzlich können aber alle Organisationen und Unternehmen, die einen Beitrag leisten möchten, der Alliance Rouge beitreten.

  • Wo leistet die Alliance Rouge konkret Hilfestellung?

    In der öffentlichen Diskussion und im politischen Prozess bringt sich die Alliance Rouge konstruktiv und fordernd ein, um die Akteure des Schweizer Gesundheitswesens bei der raschen Einführung von Patient Blood Management zu unterstützen. Darüber hinaus werden die Alliance Rouge und ihre Mitglieder bei der Implementierung und Umsetzung von PBM-Programmen beratend aktiv.

Fragen und Antworten zum Thema Patient Blood Management

  • Gemäss Aussagen der Alliance Rouge haben bereits zahlreiche Länder Patient Blood Management Programme eingeführt. Weshalb hinkt die Schweiz hinterher?

    Die Schweiz hinkt nicht hinterher, die Bemühungen im Bereich Patient Blood Management sind aber sehr unterschiedlich weit fortgeschritten. Die Gründe für die zaghafte Einführung von PBM in der Schweiz sehen wir unter anderem

    • in der Komplexität der Aufgabe, die viele Dienstleister des Gesundheitswesens vor reale Probleme stellt,
    • in der dezentralen Organisationsstruktur der Schweizer Spitäler
    • in der budgetären Situation einzelner Spitäler
    • bei ungeeigneten IT-Infrastrukturen.
  • Wie viel muss ein Spital investieren und wie gross ist der „return on investment“?

    Um dies zu beurteilen, muss man eine Bestandesaufnahme (Assessment) machen und das Potential des Spitals einschätzen (Anzahl chirurgische Eingriffe; Blutprodukteeinsatz; Einschätzung der Ersparnisse durch weniger Infektionen etc.). Im Beispiel einer australischen Studie führten Investitionen in der Höhe von AUD 4.4 Mio. zu Einsparungen von AUD 100 Mio. Diese Zahlen lassen sich aber nicht ohne Weiteres in die Schweiz übertragen.

  • Aus welchen Ländern existieren bereits Erfahrungswerte und wie sehen diese aus?

    Patient Blood Management befindet sich weltweit auf dem Vormarsch. Konkrete Zahlen kennen wir bspw. aus folgenden Ländern:

    • Schweiz: Studie mit dem Universitätsspital Zürich, direkte Einsparungen von ca. 2 Mio. CHF pro Jahr
    • Deutschland: Studie mit vier Spitälern, direkte Einsparungen von ca. 3 Mio. EUR pro Jahr
    • Australien: Langzeitstudie mit fünf Spitälern, direkte Einsparungen von rund 18 Mio. USD, indirekte Einsparungen von ca. 97 Mio. USD über sechs Jahre
  • Gibt es kritische Punkte und, falls ja, worauf bezieht sich die Kritik an Patient Blood Management?

    In den bislang mehr als 300 Publikationen zum Thema Patient Blood Management überwiegen die positiven Effekte.

    Aus wissenschaftlicher Sicht stellt das Fehlen einer Publikation über den Effekt einer präoperativen Korrektur der Anämie auf die Mortalität zurzeit den einzigen Mangel dar. Zudem erfordert die Implementierung von Patient Blood Management natürlich eine Initialinvestition, die sich indes durch die Einsparungen im Betrieb rasch amortisieren lässt.

  • Trägt Patient Blood Management tatsächlich zu einer Kostensenkung im Gesundheitswesen bei und, falls ja, wie?

    Neben der verbesserten Patientensicherheit sind die Kosteneinsparungen unserer Ansicht nach das Hauptargument für die Einführung von Patient Blood Management. Konkret führt das Konzept gemäss Studien zu weniger Bluttransfusionen, einer kürzeren Krankenhausaufenthaltsdauer, weniger Nachoperationen sowie weniger Wiedereintritten ins Krankenhaus und einer tieferen Mortalitätsrate. Bei weiteren positiven Faktoren, die man mit Patient Blood Management in Verbindung bringt, besteht zurzeit noch keine ausreichende Evidenz. Allerdings belegen die vorliegenden Studien Kosteneinsparungen von bis zu 80%. Dies alles trägt dazu bei, Kosten zu sparen.

Sollten Sie weitere Fragen haben, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Kontakt

Möchten Sie einen Projektantrag einreichen, Mitglied der Alliance Rouge werden oder eine allgemeine Frage zum Thema Patient Blood Management stellen? Kontaktieren Sie uns bitte via Telefon oder über das folgende Formular.

Tel.: +41 (0) 31 310 14 35

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